Zum Inhalt springen

Forderungspapier von pro mente Austria an die neue Regierung

Was die moderne Sozialpsychiatrie leisten kann, und was sie dafür braucht.

Forderungskatalog an die zukünftige österreichische Regierung

pro mente Austria, österreichischer Dachverband für Vereine und Gesellschaften für psychische und soziale Gesundheit, leistet jährlich mit seinen 26 Mitgliedsorganisationen und deren rund 3.250 MitarbeiterInnen Betreuungsarbeit für ca. 80.000 psychisch kranke Menschen und deren Angehörige in ganz Österreich.

Um psychisch kranken Menschen effektiv zu helfen und um Vorurteile abzubauen, wurde vor 40 Jahren pro mente Austria als österreichweiter Dachverband gegründet. Die Versorgungsituation von psychisch kranken Menschen und deren Angehörigen ist uns ein großes Anliegen, denn diese dürfen nicht anders gesehen und behandelt werden als Menschen mit einem körperlichen Leiden. 

Unter dem Titel „Forderungen zur Zukunft der österreichischen Sozialpsychiatrie“ stellt pro mente Austria Forderungen in 5 Themenbereichen, um die Lebenssituation von psychisch kranken Menschen in Österreich zu verbessern. Die Themenbereiche  betreffen den Ausbau der psychischen und sozialen Prävention, zielgruppenspezifische Forderungen von Früherkennungsmaßnahmen, gezielte Maßnahmen zur Arbeitsrehabilitation,  Forderungen hinsichtlich der verstärkten Ausbildung in den Mangelberufen wie zB. Psychiater und zur Finanzierung.

Psychische Krankheiten sind in Österreich mittlerweile nicht nur für ein Viertel der gesamten Krankheitslast verantwortlich, sie nehmen auch weiter zu. Insgesamt ist Studien zufolge heute bereits jeder Dritte zumindest einmal im Leben von einer psychischen Erkrankung betroffen. Laut WHO-Berechnungen zur Krankheitslast rangierte die Depression 2015 bereits auf dem ersten Platz.

Wir ersuchen die zukünftige Regierung um Unterstützung und Berücksichtigung der von uns gestellten Forderungen in den Koalitionsverhandlungen, um psychisch kranken Menschen in der neuen Legislaturperiode eine Stimme zu geben und dafür zu sorgen, dass ihre Anliegen auch gehört werden.

Der Forderungskatalog ist in einer Kurz- und einer Langversion als PDF-Download verfügbar: