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[11.Jul.2007] Medizinische Rehabilitation: Standorte/Sonnenpark

„Reha vor Rente. “Die medizinische Rehabilitation für Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen im Sonnenpark in Bad Hall (OÖ.) von pro mente OÖ. ist erfolgreich. Das zeigt eine aktuelle Evaluierung. Doch die Warteliste ist lang und der Bedarf steigt. Eine neue Gesellschaft von pro mente-Landesorganisationen plant nun Standorte für ganz Österreich.

Was vor wenigen Jahren im Sonnenpark Bad Hall nahe Steyr in Oberösterreich als Pilotprojekt begann, ist heute eine Erfolgsmodell, das Österreichweit umgesetzt werden soll. Denn die medizinische Rehabilitation, etwa nach akuten psychiatrischen Erkrankungen, verbessert die Lebensqualität der Patientinnen, der Patienten ganz wesentlich. Vor allem aber vermeidet der vier- bis achtwöchiger Aufenthalt im Sonnenpark viele Frühpensionierungen. Das ergibt eine aktuelle Evaluierung durch das Institut für Soziologie der Johannes Kepler-Universität Linz. Konkret stellt die Studie fest, dass mehr als zwei Drittel aller PatientInnen beruflich integriert bleiben und somit nicht in den vorzeitigen Ruhestand treten müssen.

Sonnenpark wird Standard
Ein Erfolg mit Folgen. Die PVA hat sich entschlossen, die medizinische Rehabilitation im Sonnenpark in die psychiatrische Regelversorgung zu übernehmen. Ein Meilenstein für die psychiatrische Nachsorge für Menschen aus ganz Österreich. „Leider beträgt die Wartezeit mehr als ein dreiviertel Jahr“, bedauert Michaela Schalko, die Administrative Leiterin des Sonnenparks. Auch eine Erweiterung um 24 Plätze im letzen Jahr durch das Anmieten einer Jugendstilvilla brachte keine nachhaltige Verbesserung. Das soll sich aber bald ändern. Ab Juli wird in der Nähe des derzeitigen Reha-Zentrums ein neues Gebäude in guter Lage mit doppelter Betten-Kapazität errichtet. Noch laufen die Genehmigungsverfahren; geplanter Baubeginn ist Ende Juli, die Bausumme für die 120 Betten beträgt 18 Mio Euro, die vorgesehene Bauzeit beträgt 18 Monate.

Neue Reha-Standorte für ganz Österreich
Was in Bad Hall erfolgreich ist, soll in naher Zukunft auch an bis zu vier weiteren Standorten in ganz Österreich möglich werden. Dafür wurde im Februar in Linz eine eigene Gesellschaft gegründet. Unter dem Namen „pro mente reha GmbH“ haben sich pro mente OÖ., pro mente Tirol und pro mente Wien zu einer gemeinnützigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung zusammengeschossen. Mit dem Ziel, alle Standorte für medizinische Rehabilitation, also sowohl den bestehenden in Bad Hall, als auch jene, die sich in Planung oder zumindest in Diskussion befinden, gemeinsam zu führen. Letzteres gilt für folgende Standorte: Lans in Tirol, Rust im Burgenland, St. Pölten in Niederösterreich und Schwarzach in Salzburg. Geschäftsführer der neuen gemeinnützigen Gesellschaft ist Christian Rachbauer, Geschäftsführer von pro mente OÖ.

Die Medizinische Rehabilitation, ein Geschäftsfeld von pro mente Oberösterreich, wird im „Sonnenpark“ in Bad Hall angeboten. PatientInnen nutzen hier vier bis acht Wochen ein umfassendes Programm mit Methoden der Psychotherapie, Psychopharmakologie,  Ergotherapie und Physiotherapie, die stets auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt werden. Ziel der Rehabilitation ist es, den Gesundheitszustand der PatientInnen soweit zu verbessern, dass ein Teilnehmen am beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Leben wieder möglich wird. Die Evaluierung des Rehabilitationserfolges zeigt, dass die PatientInnen an Lebensqualität gewinnen und weniger unter psychischen Symptomen leiden. Fast 70 Prozent der berufstätigen PatientInnen bleiben beruflich integriert. 2006 wurden von 58 auf 82 Plätze erweitert; 635 PatientInnen wurden aufgenommen. Auch In Kärnten wurde das Rehabilitationszentrum von 33 auf 82 Rehabilitationsplätze aufgestockt.

www.reha-sonnenpark.at

Gottfried Roithinger,
Der Autor ist Mitarbeiter von pro mente OÖ., Kommunikation & Marketing.

Feierliche Neugründung von pro mente reha GmbH. Künftig werden alle Standorte zur Medizinischen Rehabilitation durch die neue Gesellschaft gemeinsam geführt.

 v.l.n.r.: Rainhold Scharf (Wirtschaftlicher Geschäftsführer pro mente Tirol), Emil Juen (Kassier pro mente Tirol), Karl Dantendorfer (Obmann pro mente Wien), Christian Rachbauer (Geschäftsführer pro mente OÖ.), Hartmann Hinterhuber (Präsident pro mente Tirol), Werner Schöny (Obmann pro mente OÖ.), Rita Donabauer (Geschäftsführerin pro mente OÖ.) (bildautor: Schleicher)



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