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für MitarbeiterInnen

[07.Mai.2009] Was passiert in der Psychotherapie?

Jeder von uns hat in seinem Leben wohl schon erfahren, dass ein gutes Gespräch in einer vertrauensvollen Atmosphäre, mit einem Menschen, der einen versteht, der zuhören kann, gut tut. Wir haben dann wieder „einen klaren Kopf“, fassen Mut und können Entscheidungen fällen. Selbst in krisenhaften Situationen sind Freunde allein durch ihr Dasein und Zuhören hilfreich. Psychotherapie geht aber darüber hinaus:

 

Die Vorteile

Der/die GesprächspartnerIn hat das therapeutisch professionelle Gespräch in einer langjährigen Ausbildung inklusive Selbsterfahrung erlernt. Das bedeutet, er hat zusätzlich zu vielen Theorieeinheiten selbst eine Psychotherapie bei einem Lehrtherapeuten durchlebt.

In Österreich sind in einem eigenen Psychotherapiegesetz die verschiedensten Ausbildungen geregelt, nur wenige Therapierichtungen sind gesetzlich anerkannt. Wird eine Therapie nach einer der vom Gesetzgeber verlangten Methoden durchgeführt, kann ein Teil der Kosten von den Gebietskrankenkassen rückerstattet

werden. Die/der Psychotherapeut/in steht zu fixen, vorher vereinbarten Terminen verlässlich zur Verfügung. Der/die Hilfesuchende kann sich an diesen Terminen orientieren, gewinnt einen Fixpunkt in seinem Leben. Schließlich sind Psychotherapeuten/innen an eine sehr strenge gesetzlich geregelte Verschwiegenheitspflicht gebunden.

 

Die Nachteile

Eine Therapiestunde kostet auf jeden Fall Geld. Ein oft ganz entscheidender Nachteil: Besserung ist nur dann möglich, wenn die Beziehung zur/m Therapeutin/en ehrlich ist. Alles, was nicht oder falsch erzählt wird, kann natürlich auch nicht gemeinsam reflektiert und bearbeitet werden. Der Erfolg einer Psychotherapie

hängt daher entscheidend davon ab, ob die Beziehung zum/r Therapeuten/in vertrauensvoll und offen ist. Der/die Klient/in muss sich außerdem bei der/m TherapeutIin/en wohl fühlen. Ein manchmal beschwerlicher Weg der Suche, bis eine Therapie endlich begonnen bzw. fortgesetzt werden kann. Natürlich kann es in einem therapeutischen Prozess auch mal unterschiedliche Auffassungen geben. Es geht in einer Therapie ja auch darum, neue Sichtweisen zu erarbeiten, alte Muster zu überprüfen und Spannungen aushalten zu lernen. Der therapeutische Prozess macht Beziehungsmuster der/des Klientin/en in einem geschützten Raum klar.

Hier darf man experimentieren und lernen. Die/der Therapeut/in hat gelernt, zum Beispiel Kränkungen nicht persönlich zu nehmen, sondern sich selbst als Projektionsfläche wahrzunehmen und anzubieten. Dies bedeutet, dass unbewusste Konfliktmuster plötzlich deutlich werden. Die/der Klient/in gewinnt dadurch in seiner Außenwelt in einer ähnlichen Situation zusätzliche Handlungsmöglichkeiten und beginnt auch zu verstehen, warum zum Beispiel sein/e Ehefrau/mann in einer bestimmten Situation so ärgerlich reagiert. Eine Psychotherapie verläuft so vielfältig und spannend wie das Leben, mit dem Vorteil, dass die Ziele, das Tempo und die Inhalte selbst bestimmt werden können.

 

Mehr Lebensqualität

Manchmal muss auch wieder von vorne angefangen werden, es sind auch „einige Schritte zurück“ in einer Therapie möglich und erlaubt, um eigene Leiden und Probleme zu bewältigen und neue Perspektiven zu erarbeiten.

Das Ergebnis einer erfolgreichen Psychotherapie sind mehr Selbstbestimmung und Selbstbewusstsein, die Auflösung von Ängsten und dadurch eine deutlich höhere

Lebensqualität, die sogar bis zur Heilung von somatischen Erkrankungen führen kann.

 

Mag. Margret Korn

pro mente Salzburg, Geschäftsführung



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