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für MitarbeiterInnen

[01.Jul.2009] Zurück ins Leben mit psychosozialer Reha

Österreichweit haben sich die Organisationen unter dem Dach der pro mente Austria der Psychosozialen Rehabilitation verschrieben. Seit über 40 Jahren sind die diesbezüglichen Erfahrungen so ausdifferenziert und individuell, wie die Menschen, die unsere Angebote in Anspruch nehmen. Multiprofessionell und integrativ wird in allen Lebensbereichen gearbeitet. Psychosozialer Rehabilitation bedarf es schwerpunktmäßig in den Bereichen Wohnen, Arbeit und Beschäftigung. Nicht zu vergessen, dass auch der Freizeitbereich bei psychischen Erkrankungen einen wichtigen Beitrag zum Rehabilitationserfolg leistet.

Körperliche Gesundheit/Grundversorgung, Bewegung – bis hin zu sportlichen Aktivitäten sind oft Meilensteine in Richtung psychischer Gesundheit. Auch unterstützt eine künstlerische Betätigung, wie zum Beispiel in unserem Beschäftigungsprojekt Refelex das pro mente Atelier, unsere KlientInnen bei der individuellen Rehabilitation.

 

Ganzheitliche Sicht

Wichtig bei der Rehabilitation von Menschen mit psychischen Erkrankungen ist, immer die ganzheitliche Sicht und die Personenorientierung im Auge zu behalten.

Dass dies aufgrund zunehmend engerer Vorgaben seitens der Kosten- träger immer schwieriger wird, sei hier auch kurz angemerkt. Es bleibt zu hoffen, dass die „Wirtschaftskrise“ nicht als Argument dafür verwendet wird, neuerlich bei Rehabilitationsangeboten den Sparstift anzusetzen, dies würde eine unmittelbare Kostensteigerung im Gesundheitsbereich bedeuten und vor allem eine weitere Verschlechterung der Lebensqualität unserer KlientInnen.

 

Lebensqualität

Gerade bei psychischen Erkrankungen ist das Erkennen, ob bei einem/r KlientIn rehabilitatives Potenzial vorliegt, oft nur schwer möglich. Der Verlauf einer psychischen Erkrankung kann – zum Unterschied zu den meisten somatischen Erkrankungen – kaum prognostiziert werden. Daher wird es von den Geldgebern als „Risiko“ erlebt, viel Geld in die Rehabilitation mit ungewissem Ausgang zu investieren – eine Garantie fürs „Gelingen“ gibt es nicht. Allerdings zeigen die Zahlen in allen Bereichen der rehabilitativen Angebote, dass sich die Krankenstandtage in den Kliniken deutlich reduzieren und dass die Lebensqualität der Benutzer-Innen unserer Angebote deutlich steigt. Aber nicht nur das – in unseren Arbeitstrainingsangeboten finden zum Beispiel im Schnitt 70 Prozent der AbsolventInnen wieder eine passende Arbeitsstelle. Der volkswirtschaftliche Nutzen, ebenso wie der individuelle Nutzen, steht daher außer Zweifel.

 

Conclusio

Nicht unerwähnt bleiben darf, dass die psychosoziale Rehabilitation, die wir in unseren Einrichtungen, wie Arbeitstraining, Arbeitsassistenz, betreutes Wohnen usw. anbieten, nur dann erfolgreich sein kann, wenn eine enge Vernetzung mit den anderen beiden Säulen des bio-psycho-sozialen Modells besteht. So bedarf es natürlich der begleitenden Unterstützung durch die Psychotherapie und der fachärztlichen Versorgung. In wohl kaum einem anderen Bereich der Rehabilitation ist gelungene Vernetzung für den Rehabilitationserfolg so entscheidend, wie bei schweren psychischen Erkrankungen. Diese Ausgabe kann nur einen kleinen Ausschnitt der bunten Landschaft der rehabilitativen Angebote in Österreich darstellen – bei näherem Interesse bitte ich Sie, sich mit Ihrer Organisation vor Ort direkt in Verbindung zu setzen.

Wie bereits eingangs erwähnt: Kreativität, Individualität und situativ angepasste Angebote, ganz im Sinne der Bedürfnisse unserer KlientInnen, sind uns ein großes Anliegen.



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