KUNSTRAUM GOETHESTRASSE XTD, EIN ANGEBOT DER PRO MENTE OÖ
Nicht alles muss erklärt werden.
Der KunstRaum Goethestraße xtd (extended), ein Angebot von pro mente OÖ, entwickelt und realisiert Kunst- und Kulturprojekte um psychosoziale Themen für breite Zielgruppen sichtbar und erlebbar zu machen. Ein zentrales Thema, aktueller denn je aufgrund der individuellen, gesellschaftlichen und ökonomischen Krisen/Unsicherheiten, ist die Frage des Respekts und der gegenseitigen Wahrnehmung, der Sichtbarkeit von Befindlichkeiten, Emotionen und Beziehungen. Dazu initiieren wir Workshops, Ausstellungsund Kommunikationsprojekte in einem adaptierten Verkaufslokal, setzen Irritationen und Interventionen im öffentlichen Raum und sind KooperationspartnerInnen von regionalen wie internationalen Sozial- und Kulturvereinen, Kunstprojekten und KünstlerInnen. Damit schaffen wir neue Modelle des Zusammenhalts, schaffen Erlebnisse und Begegnungen, bringen zeitgenössische Kunst in den Alltag von Menschen und arbeiten mit an einer Inklusion von Menschen mit und ohne psychosoziale Beeinträchtigungen.
www.kunstraum.at, www.facebook.com/kunstraum.at
Alles was wir tun hat die Absicht unsere Phantasie anzuregen.
Im täglichen Wahnsinn den Zauber finden! Lautet das zentrale Statement des KunstRaum Goethestraße xtd 2011. Es ist Botschaft und Aufruf zugleich, mit der zahlreiche Aktionen, wie Weiße Katze – Sieben Leben, realisiert wurden. Sieben überdimensionale Katzenobjekte, die in Workshops entstanden sind, in Form von Patenschaften interagiert haben, wurden an verschiedenen Orten im Stadtraum von Linz und Wien der Öffentlichkeit mit ihren Geschichten und den Erlebnissen präsentiert und standen als Fotoobjekte zur Verfügung. Diese Projektreihe von März bis September 2011 initiierte erfolgreich ungewöhnliche Beziehungen von Menschen, Tieren und Kunstobjekten.
http://www.dorftv.at/videos/open-space/2555
Alles was wir tun stellt auch Fragen. Diese fordern zu Antworten und neuen Fragen auf.
Das exklusive Inklusions-Team – Susanne Blaimschein, Beate Rathmayr, Elisabeth Lacher, Ramona Schübl, Michael Pühringer, Franz Ruhmanseder – bündelt Kompetenzen und Erfahrungen im Bereich Kulturwissenschaft, Kunst, Kunstvermittlung (in Ausbildung), Buchhaltung, Veranstaltungstechnik und Peer Beratung um Psychosoziales und Kunst zu verbinden.
KunstRaum Goethestraße xtd, Goethestr. 30, 4020 Linz
KÜNSTLERISCHE ARBEIT IM PSYCHOSOZIALEN KONTEXT AM BEISPIEL VON KUNST UND KULTUR; EINEM ANGEBOT VON PRO MENTE OÖ
Kunst und Kultur besteht seit 1994. Derzeit nutzen mehr als 300 Personen das künstlerische und kulturelle Angebot am Standort in der Zentrale von pro mente OÖ am Lonstorferplatz in Linz.
Details des künstlerischen Angebots
Gegenwärtig ist künstlerisches Arbeiten in den Kunstsparten Bildende Kunst (Malatelier, Plastisches Gestalten/Arbeiten mit Ton), Video, Tanz und Schauspiel möglich. Ein professionelles, künstlerisch ausgebildetes Team mit psychosozialer Grundausbildung und Erfahrung, sowie eine funktionstaugliche räumliche Infrastruktur, ermöglichen eine qualitätsvolle Angebotsnutzung.
Der künstlerische Prozess als persönlichkeitsbildende Arbeit
Im künstlerischen Arbeitsprozess erfahren die TeilnehmerInnen adäquate Unterstützung bei der Entdeckung und Erweiterung von Kreativität und authentischem Ausdruck. Die emotionale wie soziale Kompetenz werden ebenso erweitert wie das geistige Potenzial. Die erworbenen Erfahrungen, Praktiken und Tugenden können einen guten Hintergrund zur Alltagsbewältigung bieten („Hilfe zur Selbsthilfe“). Die im Prozess „spielerisch“ wirksame Persönlichkeitsbildung ist somit die vorrangige Aufgabe, das künstlerische Ergebnis ist an dieser Stelle sekundär, obgleich es entsprechende Beachtung und Würdigung erfährt.
Die Öffnung nach außen
Zum Konzept der Einrichtung gehört – neben der Möglichkeit in einem geschützten künstlerischen Werkstattbereich zu arbeiten – eine Strategie der Öffnung nach außen. In diesem Zusammenhang werden künstlerische Ziele definiert. Dafür steht das 1999 gegründete kuk-theater. AmateurdarstellerInnen mit und ohne psychosozialem Unterstützungsbedarf, professionelle SchauspielerInnen, RegisseurInnen, Bühnen- und KostümbildnerInnen bilden das Ensemble. Längst ist das kuk-theater zu einem anerkannten regionalen Kulturfaktor geworden mit entsprechender öffentlicher Resonanz (bisher ca. 13000 Zuschauer in 207 Aufführungen bei 14 Produktionen). Seit einigen Jahren ergänzt das Tanzkollektiv Kuk die Strategie der Öffnung und bereichert durch überzeugende Produktionen die Linzer Tanzszene. Der Video-Bereich ist seit Jahren mit Kurzfilm-Beiträgen auf Amateurfilm-Festivals vertreten. In diesem Jahr wurde im Rahmen des international beachteten Linzer Filmfestivals Crossing Europe – somit im professionellen Kontext – ein Trickfilm aus der Kunst und Kultur „Werkstatt“ gezeigt. Ausstellungen mit Bildern oder Fotografien aus dem kuk-Atelier in internen und externen Räumlichkeiten unterstreichen die öffentliche Präsenz (Jürgen Heib, Leitung Kunst und Kultur).
Kultur ist Lebensmittel
Kunst- und Kulturarbeit im sozialen und psychosozialen Kontext weisen Wege zur Verwirklichung des gesellschaftspolitischen Ideals einer „inklusiven Gesellschaft“. „Kultur ist Lebensmittel“ ist ein von Politikern oft gesetzter Spruch, der vor allem als Rechtfertigungsargument für öffentliche Kulturausgaben hergenommen wird. Wir wollen dem inhaltlich voll und ganz zustimmen. Wir wissen, die Beschäftigung in und mit kulturellen und künstlerischen Feldern kann keine chronische psychiatrische Erkrankung heilen. In einer norwegischen medizinischen Studie (basierend auf einer Befragung von 51.000 Personen) wurde unlängst eine positive Auswirkung von Kultur/Kunst auf das physische und psychische Wohlbefinden festgestellt (veröffentlicht in „Journal of Epidemiology an Community Health“/Hinweis in Sciene.orf.at: Medizin v. 24.5.2011).
KUNSTTHERAPEUTISCHE ATELIER- UND GRUPPENANGEBOTE IN OBERÖSTERREICH
In der Resozialisierung ist der Weg von der Idee zur eigenen Lebensgestaltung über konkrete Planung zur Umsetzung zu kommen für manche sehr schwierig. Im Atelier OÖ, und intensiver in kunsttherapeutischen Gruppen, werden persönliche innere Impulse wahrgenommen und mit achtsamer Anleitung den individuellen Fähigkeiten entsprechend
umgesetzt. In Bildern und Gestaltungen drücken sich Menschen unmittelbar aus, über das Ausprobieren werden neue Lösungsansätze gefunden und erfahren. Dadurch wird dieser Weg eigenes einzubringen und umzusetzen geübt. Es stärkt die Fähigkeit in der sozialarbeiterischen Betreuungsarbeit und an der eigenen Lebensgestaltung aktiv mitzuwirken. Das Atelier Neuland OÖ, ein kreativ-künstlerisches Gestaltungsangebot, besteht nun seit sechs Jahren. 2011 gestalteten wir eine Installation für den Hof des Seminarhotels in Wesenufer und konnten diese 06/11 im Rahmen einer kleinen Feier übergeben.
Anette Lindermann, Kunsttherapeutin
pro mente plus G.m.b.H Neuland Oberösterreich:
Peter-Bauer-Strasse 10, 4481 Asten
Email: neuland.asten@promenteplus.at
KUNST UND KULTUR IN SALZBURG I:
PRO MENTE PLUS STELLT SICH VOR
In den Wohn- und Tagesstruktureinrichtungen der pro mente plus GmbH spielt das Thema Kunst und Kultur schon immer eine große Rolle. In Salzburg wird Kultur häufig konsumiert, durch die hohe Anzahl an Museen, Vernissagen, Konzerten und Ausstellungen, die zur Verfügung stehen. Die KlientInnen der Einrichtungen Neuland Salzburg stellen regelmäßig Bilder aus (z.B. im artforum oder in Szenelokalen), in der Vergangenheit ist ein Kochbuch der KlientInnen entstanden, welches selbst erprobt, erkocht und gelayoutet wurde. Aktuell entsteht ein Weihnachtsbuch mit Kurzgeschichten der KlientInnen und MitarbeiterInnen zum Thema Weihnachten. Frisch erschienen ist eine Musik-CD mit dem Titel „Befreiung“ der Wavebrothers, für die wir sehr gerne die Werbetrommel rühren! Die Texte deutschsprachig und (auch) in Auseinandersetzung mit der Erkrankung, der Sound im Bereich des Rap anzusiedeln… an der nächsten CD wird bereits gearbeitet. Zu beziehen ist das Kochbuch und das Weihnachtsbuch für 5 Euro bzw. 10 Euro über die pro mente plus in Salzburg, für die CD sind ebenfalls 10 Euro anzulegen (office.salzburg@promenteplus.at ).
Anja Niederreiter, Leitung Neuland SalzburG
Neuland Salzburg:Sterneckstr. 51, 5020 Salzburg
Email: neuland.salzburg@promenteplus.at
ATELIER SONNENSEGEL
Das Atelier Sonnensegel, in der Nähe des Naschmarktes gelegen, ist ein Werkraum von pro mente Wien, der Gesellschaft für psychische und soziale Gesundheit, der Menschen, die an einer psychischen Erkrankung leiden, zur Verfügung steht. Wir fördern Menschen mit künstlerischer Vorbildung, im Sinne eines ausgeprägten künstlerischen Gestaltungswillen und/oder einer künstlerischen Ausbildung. Schwerpunkt des Ateliers ist die Bestrebung soziale Integration der Mitglieder durch künstlerische Professionalisierung zu fördern. Professionalisierung erfordert Ressourcen-orientiertes Arbeiten in Etappen. Das Angebot des Ateliers Sonnensegel wird gewährleistet durch eine, für Mitglieder, auf freiwilliger Basis nutzbare Arbeitsstruktur, kontinuierlicher Öffnungszeit und eine Atelierleitung, die diesen Rahmen entwickelt und sichert.
Kunstpraxis
Im Atelier widmen sich KünstlerInnen der Erforschung von materialästhetischen und inhaltlichen Fragestellungen, der Basis der Kunstproduktion. Materialästhetische Fragestellungen beinhalten Materialexperimente aus den Bereichen Malerei/Zeichnung, Fotografie, Installation und plastischem Gestalten. Die damit verbundenen Ergebnisse schaffen Wahrnehmungserfahrungen, die Form und Inhalt einer künstlerischen Arbeit prägen. Der Freiraum, der generatives Arbeiten ermöglicht, ist uns wichtig und stellt eine weitere Grundlage der praktischen Atelierarbeit dar.
Kunsttheorie
Eine Erweiterung der künstlerischen Arbeitsprozesse erfolgt durch Kunsttheoretische Informationen. Bestandteile sind Informationen zur Kunstgeschichte, Kulturgeschichte, diskursiven Vorgängen der gegenwärtigen Kunstproduktion, Kreativitätsprozesse ihre unterschiedlichen Phasen und Geschichte der Kreativität, Kunstproduktion ihre bürokratische Organisation und Kulturpolitik in Österreich.
Die Vermittlung theoretischer Inhalte wird in vier Bereiche unterteilt:
- Die KünstlerInnen bringen Themen zur Kunstproduktion in einem wöchentlichen Jour Fixe ein.
- Kooperation mit KünstlerInnen, Organisationen und Institutionen aus dem Kunstumfeld in Form von Vorträgen, Workshops und Projektarbeit.
- Die Atelierleitung vermittelt durch Vorträge, Workshops und Projektarbeit.
- Exkursionen zu aktuellen Ausstellungen.
Selbstmanagement
Die Professionalisierung umfasst in weiterer Folge Beratung in künstlerischem Selbstmanagement. Die Aufgabenbereiche orientieren sich einerseits an den individuellen Vorstellungen der KünstlerInnen, wie auch an allgemeinen Anforderungen, die aus dem Bereich der Kunstproduktion bekannt sind. Beispiele sind die Begleitung bei Erstellung von Mappen für Aufnahmeprüfungen auf Hochschulen, Portfolioerstellungen für Präsentationen, Wettbewerbsanträge und Förderanträge erarbeiten, individuelle Ausstellungstätigkeiten und Öffentlichkeitsarbeit begleiten.
Gruppenausstellungen
Werke, die aus diesen Arbeitsprozessen hervorgehen, werden als Ausstellungsexponate in der Haus-internen Galerie oder in extern kuratierten Gruppenausstellungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Wir freuen uns über zahlreiche BesucherInnen unserer Ausstellungen und stellen ein Gästebuch, eine Informations- und Einladungsliste zu Veranstaltungen zur Verfügung.
Atelierleitung Sonnensegel, Preßgasse 28, 1040 Wien
Maria C. Hilber und Werner Moser, Tel.: 0664/8119191
MO – DO 14 Uhr- 19 Uhr
art@promente-wien.at
PER ARTE - TAGESSTRUKTUR
Jeden Tag einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen bedeutet, dem Leben wieder Inhalt geben. Für Menschen mit psychischen und sozialen Beeinträchtigungen besteht in der Tagesstruktur „per arte“ die Möglichkeit einer tageweisen Beschäftigung. Ziele sind u.a. die Stabilisierung und Verbesserung der Lebenssituation, die Erweiterung persönlicher und sozialer Fähigkeiten, die Verhinderung sozialer Isolation und die Steigerung des Selbstwertgefühls. Die Tagesstruktur „per arte“ will den Klienten durch die Teilnahme an künstlerischen Projekten eine sinnvolle Struktur bieten. Darüber hinaus bietet „per arte“ die Vermittlung von basiskulturellen Fertigkeiten an, wie die Verbesserung der Körpersprache (Theater), die Optimierung bei der Umsetzung visueller, akustischer und taktiler Sinnesreize (Bildende Kunst, Musik) und Erweiterung des sprachlichen und schriftlichen Horizontes (Literaturwerkstatt).
pro mente steiermark, Tagesstruktur Graz – per arte , Stiftingtalstraße 322, 8010 Graz, Tel.: +43 (0)316/39 26 80, Mobil: 0664/88 69 13 24,
E-Mail: perarte@promentesteiermark.at Web: www.promentesteiermark.at
STARTATELIER: INSIDE-OUTSIDE
Neben vielen anderen Angebotsbereichen begleitet uns die start pro mente in Innsbruck, die Kunstproduktion und kulturelle Aktivitäten schon seit Jahren.
Ob es Körperwahrnehmung und Körperausdruck im Tanzworkshop oder die Schreibwerkstatt ist, ob es eine öffentliche Ausstellung der Werke von Klienten, oder ob es ein Kunstprojekt von jungen start-Klienten mit Bewohnern eines Altersheims ist: dem Eigenen Ausdruck geben, künstlerische Formen suchen, ist Teil unserer Identität geworden. Das startelier ist in umfassendster Form der Ort, der sich kreativem Handeln widmet.
Das Besondere an diesem Projekt ist die Öffnung nach außen. Je nach Platzmöglichkeit kann jedermann/frau an dieser Kunstgruppe teilnehmen. Hier finden sich pensionierte Kunsterzieher, oder flotte Mittvierziger, die Interesse am gemeinsamen Malen haben. Es sind neben Klienten der Einrichtung einfach Menschen, die von diesem Angebot gehört haben. Gegen einen Kostenbeitrag für die Malutensilien malt jeder ganz nach seinen Bedürfnissen und Interessen, aber immer im Kontakt, immer mit Interesse von den Anderen.
Ganz zentral i st auch der kommunikative Aspekt dieser Form des Malens, denn beispielsweise ganz rituell, bringt immer jemand einen Kuchen mit oder überrascht die Gruppe mit einer kleinen Aufmerksamkeit. Diese sehr wertschätzende Art der Beziehungspflege fördert wohl auch die gegenseitige Vertrautheit im Umgang mit dem Malpinsel und den Farben.
KÜNSTLERISCHE UND KULTURELLE AKTIVITÄTEN BEI PRO MENTE KÄRNTEN
Spezielle, permanent tätige Arbeitsgruppen, die sich mit Kunst und Kultur befassen, existieren nicht bei pro mente kärnten, jedoch eine Vielzahl von Projekten, von denen ich wenige ausgewählte kurz vorstelle:
- Performance „Begegnung auf Augenhöhe“ unter der Leitung der Villacher Künstlerin Andrea Latritsch-Karlbauer als künstlerische Anfrage an die Öffentlichkeit für Akzeptanz und Chancengleichheit. Elf AkteurInnen in einem Einkaufszentrum in Villach, es beginnt mit dem Marsch der stillen Helden in langen schwarzen Mänteln, untermalt von Interviews mit psychiatrieerfahrenen Menschen und endet im Flashmob-Stil: zu den mit roten und gelben Schirmen geschützten AkteurInnen gesellen sich PassantInnen, kommen aus den Geschäften und von den Rolltreppen mit ihren eigenen aufgespannten Schirmen und gehen mit…….
- Der Lavanttaler Künstler Pepo Pichler fertigt im öffentlichen Raum eine Metallskulptur „Begegnung auf Augenhöhe“, die einlädt zum sorgfältigen Hinschauen und neugierig macht auf das Innenleben der Skulptur. Zu besichtigen jederzeit im Kapuzinerpark in Wolfsberg….
- BesucherInnen des Tageszentrums Villach stellen unter Assistenz von Mag. Carina Kofler einen Film „Armut hat viele Gesichter her“. Zu sehen unter
www.promente-kaernten.at/über uns/Videos …… - n der Bahnhofstraße 21 in Klagenfurt existiert seit einem Jahr ein Verkaufsladen des Tageszentrums Klagenfurt, in dem äußerst kreative und schöne Gegenstände aus den ergotherapeutischen Werkstätten der Kärntner Tageszentren zum Verkauf angeboten werden. Besonders beliebt sind Insektenhotels und stylische, bunte Vogelhäuser……..
Eva Leutner, MAS
KUNST UND KULTUR IN SALZBURG II: PRO MENTE ATELIER
„In wessen Herz die Kunst sich niederließ, der ist vom Sturm der rauen Welt geschieden, dem öffnet sich, durchwallt von süßem Frieden, im ewigen Lenz ein stilles Paradies.“
Jean Paul (1763-1825)
Im Jahr 2005 vom Re•flex Beschäftigungsprojekt der Pro Mente Salzburg ins Leben gerufen, erhebt das Pro Mente Atelier den Anspruch, einen Platz für künstlerisches „Ausleben und Kreativität“ zu schaffen. Da dem fachlichen Background der Betreuung und Anleitung durch das Re•flex Team Grenzen gesetzt sind, unterstützt Martin Gredler, Leiter der Graphischen Werkstatt im Traklhaus, das Pro Mente Atelier mit geblockten Unterrichtseinheiten. Mit dem Erlernen des Handwerks Malerei ist es den TeilnehmerInnen umso mehr möglich, ihr eigenes Erdachtes im Bild umzusetzen und den eigenen Stil zu entwickeln. Das Hauptziel des Projektes ist es allerdings, unterstützt durch psychologische Betreuung einen alternativen Zugang zur eigenen Person zu finden. Hier werden die TeilnehmerInnen immer wieder ermutigt, etwas Neues auszuprobieren, vielleicht einmal ein Bild liegen zu lassen und nach einigen Tagen weiter daran zu arbeiten. Hier lernen die KlientInnen ihr Leben selbst gestalten. Die Werke, Acrylbilder, Bleistiftskizzen, Ölpastelle, werden bei diversen Ausstellungen (z.B. im Arge Beisl, Promenteus-Verleihung, ArtPort, ...) der Öffentlichkeit vorgestellt. Außerdem werden gerne kreative Aufträge angenommen, angefangen von Wandbemalungen (z.B. für die Flachgauer Gewerbeausstellung, wo Holzwände im Stil einer Häuserzeile bemalt wurden) über Leinwände und Zeichnungen bis hin zur Specksteinbearbeitung (Promenteus-Statuen). Vom Erlös geht ein Teil direkt an die KlientInnen, ein Teil wird zurückgeführt in das Budget der Malwerkstatt, wodurch neue Materialien besorgt werden und das Atelier weitergeführt werden kann.
Mag. Katharina Vachuda Schweiger, Leitung Reflex
Pro Mente Salzburg Gemeinnützige Gesellschaft für psychische und soziale Rehabilitation m.b.H., Re•flex
Johann-Herbst-Straße 23, 5061 Elsbethen-Glasenbach
Tel.: +43 (0) 662 / 62 54 30, Fax: DW 9
E-Mail: reflex@promentesalzburg.at
KUBEG (KUNST- UND BEGEGNUNGSRAUM)
Kunst löst Grenzen auf
Immer noch leiden psychisch erkrankte Menschen unter weit verbreiteten Vorurteilen, die an der Realität vollkommen vorbei gehen. Mit einem einzigartigen und mittlerweile in Graz gut etablierten Kunstprojekt ist es der Gesellschaft zur Förderung seelischer Gesundheit gelungen, die Grenzen zwischen jenen, die von einer psychischen Erkrankung betroffen sind, und jenen, die das nicht sind, aufzuheben. Mehr noch: im KuBeg – Kunst und Begegnungsraum des Psychosozialen Zentrums Graz Ost findet, wie der Name schon sagt, echte Begegnung statt. Das Forum dafür ist eine zweimal jährlich stattfindende Vernissage, in der Werke von betroffenen und nicht betroffenen KünstlerInnen ausgestellt werden.
Gemeinsam wird ein adäquater Rahmen für die Präsentation der Werke geboten. So verschwimmen Grenzen, da die KünstlerInnen in ihrer Rolle als Kunstschaffende vorgestellt werden und ihre Fähigkeiten in den Vordergrund rücken. Darüber hinaus gelingt über das Medium der Kunst eine offene Begegnung zwischen Kunstschaffenden, KunstkonsumentInnen und den BesucherInnen des psychosozialen Zentrums. Mittlerweile bilden die von Musik begleiteten KuBeg- Vernissagen einen fixen Bestandteil im Grazer Kulturprogramm. Die Ausstellungszeit dauert zumeist fünf Monate.
Die aktuellen Werke der Ausstellung „Africa and more…Kunst befreit “ von Elfi Landmann und Georg Koytek wurden in der Vernissage kürzlich präsentiert.
Georg Koytek zeigt eine Reihe von Landschaften und Menschen aus bzw. in Afrika, Elfi Landmann in Aquarell- und Pastellbildern Motive ihrer Reisen durch Südafrika und Brasilien. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des PSZ Graz Ost (Plüddemanngasse 45, 8010 Graz) von Mo bis Do 9:00 bis 15:00 Uhr und Freitags von 9:00 bis 14:00 Uhr zu sehen, sie endet am 30. April 2012.
<< zurück


