Sport und Bewegung
Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz


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für MitarbeiterInnen

Die Kampagne "Zwischen 8 und 5"

Die psychische Gesundheit am Arbeitplatz, die Eingliederung von Menschen mit Problemen sind Themen von höchster Aktualität. Betriebe und Mitarbeiter sind gleichermaßen gefordert. Pro mente austria hat daher eine nahezu österreichweite Kampagne veranstaltet: "Zwischen 8 und 5".

Unterlagen zur Pressekonferenz am 27.1.2004:
PK_berufl_integra [250 kB]

Die Zeit zwischen 8 Uhr morgens und 5 Uhr nachmittags steht symbolisch für den Arbeitsplatz, dessen möglichst optimale Gestaltung sowie für das berufliche Umfeld.
Bei der Kampagne geht es um Verständnis und um Rücksichtnahme.
Dies setzt natürlich Wissen voraus - auch das Wissen um Möglichkeiten und Angebote. Die Kampagne "Zwischen 8 und 5" wurde von Mitgliedervereinen und Gesellschaften von pro mente austria in Kooperation mit den Bundessozialämtern, der Wirtschaftskammer, der Arbeiterkammer, der Industriellenvereinigung und den Landesregierungen durchgeführt. Die Kampagne wurde vom Bundessozialamt aus Mitteln der Beschäftigungsoffensive der österreichischen Bundesregierung für Menschen mit Behinderungen finanziert und im Jahr 2004 durchgeführt.
Die Informations- und Sensibilisierungskampage wurde bereits im Jahr 2003 in sieben Bundesländern mit Zielrichtung Unternehmen, PersonalvertreterInnen und Führungskräfte gestartet. Ziel war, Unternehmen und die Wirtschaft auf die Thematik psychische Gesundheit im Arbeitskontext aufmerksam zu machen, sowie über Chancen und Risiken der Integration psychisch erkrankter Menschen aufzuklären. Aus Gesprächen mit Wirtschaftsvertretern zeigte sich nämlich, dass viele Unternehmensverantwortliche keine richtigen und/oder ausreichenden Informationen über die Beschäftigungsmöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen haben. Besonders große Wissenslücken, aber auch Berührungsängste sind bei beeinträchtigten Menschen mit psychischen Erkrankungen anzutreffen. Dies deckt sich auch mit den Erfahrungen im gesellschaftlichen Umgang allgemein mit psychischen Erkrankungen: Stigmatisierung und Verstecken der Erkrankung verhindern leider immer noch einen offenen Umgang.

Sensibilität gefragt

Um die psychische Gesundheit jedes einzelnen Mitarbeiters am Arbeitsplatz zu fördern bzw. zu erhalten oder besser noch zu vermeiden, durch eine psychische Erkrankung den Arbeitsplatz zu verlieren bzw. für einen psychisch erkrankten Menschen wieder ins Erwerbsleben zurückzufinden, bedarf es:

  • der Sensibilisierung und Aufklärung der Wirtschaft und der Gesellschaft im Allgemeinen zum Thema psychische Gesundheit – Hindernisse und Chancen in der Arbeitswelt;
  • der Information und Unterstützung der Betriebe, besonders über Fördermöglichkeiten, Umwegrentabilitäten, Früherkennung, Krankheitsverläufe, Abbau von Berührungsängsten, Integrationschancen etc.;
  • der Aufklärung von seit Jahren an der Integration beeinträchtigter Menschen mitwirkender Professioneller über psychische Gesundheit am Arbeitsplatz als betriebliche Einflussgröße.

Das Projekt der pro mente austria wurde auf lokaler Ebene von der „Gesellschaft für Psychische Gesundheit Tirol“, „pro mente Kärnten“, „pro mente Oberösterreich“, „pro mente Salzburg“, „pro mente Steiermark“, „pro mente Wien“ und der „Psychosoziale Gesundheitsdienste GmbH Vorarlberg“ getragen.
Koordinatorin ist DAS Andrea Zeitlinger, die Geschäftsführerin von „pro mente Steiermark“. Um alle Zielgruppen zu erreichen, wurden folgende Institutionen und Einrichtungen im jeweiligen Bundesland eingebunden: Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung, Kostenträger, UnternehmerInnen, Personalvertreter, Arbeiterkammer, Pensionsversicherungsanstalten, Interessenvertretung der Betroffenen, Medien sowie Integrationseinrichtungen im REHA-Bereich.