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Workshops

WORKSHOP 1 | AUSGEBUCHT (Anmeldung leider nicht mehr möglich)

Reden über Sexualität mit Patient/innen - eine sinnvolle Herausforderung

a.o. Univ.-Prof. Dr. Johann Kinzl

Die Sexualität spielt im Leben der meisten Patient/innen eine nicht unbedeutende Rolle. Trotzdem fällt es den meisten Menschen, auch den Therapeut/innen, schwer, über dieses Thema zu reden. So ist die Sexualität – auch zum Schutze des einzelnen Individuums – durch Verbote, Tabus, Hemmungen, aber auch Übertreibungen gekennzeichnet. Voraussetzung für ein Gespräch über Sexualität mit Patient/innen ist das Vertrautsein mit dem Thema und die Fähigkeit, auch auf ungewöhnliche Äußerungen und sexuelle Praktiken reagieren zu können. Wie tief therapeutisch eingestiegen werden kann und soll, ist oft unsicher: Wann ist eine Frage zu intim? Welche Fantasien oder Gefühle löse ich mit meiner Frage aus?

Prof. Dr. Johann Kinzl ist Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, Lehrtherapeut der ÖGVT und Direktor der Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin der Universität Innsbruck. Er publiziert wissenschaftliche Veröffentlichungen und Buchbeiträge.

a.o. Univ.-Prov. Dr. Johann Kinzl
a.o. Univ.-Prov. Dr. Johann Kinzl

WORKSHOP 2 | AUSGEBUCHT (Anmeldung leider nicht mehr möglich)

Professionelle Nähe und professionelle Distanz – Herausforderungen einer partizipativen Begleitung

MMag. Markus Walpoth

Partizipation hat in der Sozialpsychiatrie in den letzten Jahren zu weitreichenden Entwicklungen geführt und formt nach wie vor unsere Herangehensweisen auf individueller, institutioneller und struktureller Ebene. Distanz war lange Zeit ein Merkmal professioneller Beziehungsgestaltung in sozialen Handlungsfeldern. Professionelle Nähe hat sich als Gegenstück in der Peerbegleitung entwickelt. Die Begrifflichkeiten verweisen auf einen stattfindenden Perspektivenwechsel im Kerngebiet des sozialpsychiatrischen Handelns, der Beziehungsgestaltung. Der Workshop versteht sich als dialogischer Beitrag, diese Entwicklung im Rollenverständnis von Professionisten und Betroffenen zu beleuchten.

MMag. Markus Walpoth ist Geschäftsführer der Psychiatrischen Rehabilitation von pro mente tirol und außerdem Psychotherapeut, Lehrtherapeut (Psychoanalyse) sowie Klinischer und Gesundheitspsychologe.

MMag. Markus Walpoth
MMag. Markus Walpoth

WORKSHOP 3 | AUSGEBUCHT (Anmeldung leider nicht mehr möglich)

Zumuten und Zutrauen: Fairer Umgang mit suchtkranken Mitarbeiter/innen im psychosozialen Kontext

Univ.-Doz. Dr. Martin Kurz

Vertiefend zum Vortrag sollen im Workshop praktische Modelle zum konstruktiven und entstigmatisierenden Umgang mit Betroffenen entwickelt werden. Zentrale Herausforderungen dabei sind der reflektierte Umgang mit unangenehmen Affekten und Haltungen wie Ekel, Verachtung, Misstrauen und Angst der Personalverantwortlichen und Kolleg/innen. Pragmatisch bewährte Modelle betrieblicher Suchtprävention werden diskutiert und auf ihre Anwendbarkeit im psychosozialen Kontext überprüft. Konkrete Beispiele sind willkommen.

Univ.-Doz. Dr. Martin Kurz ist Facharzt für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin sowie Psychotherapeut. Er leitet die Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin am Krankenhaus Zams. In Supervisionen, Coachings und Seminaren widmet er sich auch außerklinisch gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Kommunikationsstrategien in der Arbeit mit psychisch kranken Menschen und deren Bezugspersonen.

Univ.-Doz. Dr. Martin Kurz
Univ.-Doz. Dr. Martin Kurz

WORKSHOP 4 | AUSGEBUCHT (Anmeldung leider nicht mehr möglich)

Tabu Diagnose. Gibt es neue Wege? Zuverlässigkeit und Nutzen von Diagnosesystemen

Univ.-Doz. Dr. Georg Spiel, Mag. Markus Schwab, Mag. Karoline Rettl, Andrea Hölbling

Kategoriale Diagnosesysteme wie die ICD-10 sind symptom- bzw. defizitorientiert, berücksichtigen kaum den psychosozialen Kontext und sind nicht darauf ausgelegt, Änderungen im Funktions- und Partizipationsniveau einer Person zu beschreiben. Im Rahmen des Workshops werden Ansätze zur praktischen Anwendung vorgestellt und diskutiert.

Univ.-Doz. Dr. Georg Spiel, Facharzt für Neurologie, Neuropädiatrie, Psychiatrie und Kinder und Jugendpsychiatrie sowie Psychotherapeut, ist Gründer und Obmann von pro mente kinder jugend und familie sowie Obmann von pro mente Forschung und pro mente kärnten. Er war in leitenden Funktionen in Krankenanstalten im In- und Ausland tätig und lehrte und forschte an mehreren Universitäten. Mag. Markus Schwab ist wissenschaftlicher Mitarbeiter bei pro mente Forschung, Mag. Karoline Rettl ist Leiterin des Sozialpsychiatrischen Dienstes in Wolfsberg, Andrea Hölbling ist Leiterin der Förderrehabilitationswerkstätte Sunflower in Klagenfurt.

Univ.-Doz. Dr. Georg Spiel
Univ.-Doz. Dr. Georg Spiel

 

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