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Meine Würde. Petition für faire, ärztliche Begutachtungen.

Ein faires Begutachtungssystem muss Menschenwürde, fachliche Kompetenz, Transparenz und Unabhängigkeit gewährleisten. pro mente Austria unterstützt daher gemeinsam mit rund 30 Organisationen die Petition „Meine Würde – für faire, ärztliche Begutachtungen!“

Für Menschen mit Behinderungen, chronischen oder seltenen Erkrankungen sowie psychischen Erkrankungen können ärztliche Begutachtungen weitreichende Folgen haben. Das Ergebnis einer Begutachtung kann darüber entscheiden, welche Unterstützungsleistungen ein Mensch erhält – etwa die Höhe des Pflegegeldes oder den Zugang zu weiteren Leistungen. Eine falsche oder zu niedrige Einstufung kann damit erhebliche Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen haben.

Gerade bei psychischen Erkrankungen ist eine faire und fachlich fundierte Begutachtung eine besondere Herausforderung. PDoz. Dr. Günter Klug, Präsident von pro mente Austria, erklärt:

„Begutachtungen von Einschränkungen im psychischen Bereich sind doppelt schwierig. Einerseits gibt es keine Bildgebung und Laborwerte als Beleg, andererseits sieht man den betroffenen Personen die Probleme oft nicht an, auch wenn sie in der Kommunikation da sind. Der/die Gutachter:in muss also Erfahrung haben, die Vorbefunde einer Langzeitbetreuung einbeziehen und einen sensiblen Umgang pflegen.

Ohne Veränderungen des ganzen Systems werden Menschen mit diesen Problemen weiter sehr zufällig beurteilt und erreichen, auch wenn es ihnen zusteht, den Grad der Behinderung mit 50% nicht. An dieser Einstufung hängen aber viele andere Unterstützungsmöglichkeiten.“

Auf www.meinewürde.at erzählen Menschen mit Behinderungen, chronischen und seltenen Erkrankungen sowie Angehörige von ihren Erfahrungen mit Begutachtungen.

Unsere Forderungen

  • Menschenwürde statt Misstrauen: Menschen, die zu einer Begutachtung kommen, müssen mit Respekt behandelt werden. Sie dürfen nicht von vornherein unter Verdacht stehen, ihre Beschwerden oder Unterstützungsbedarf zu erfinden.
  • Die richtige Fachperson für die richtige Diagnose: Wer komplexe Diagnosen oder eine seltene Erkrankung beurteilt, muss sich damit auskennen. Bereits existierende Fachgutachten sollten verpflichtend als Grundlage herangezogen werden.
  • Einmal beurteilt muss reichen – wenn sich nichts ändert: Wer eine angeborene oder dauerhafte Behinderung, wie eine Querschnittslähmung, hat, soll nicht alle paar Jahre erneut beweisen müssen, dass er oder sie noch Unterstützungsbedarf hat.
  • Nachvollziehbare Entscheidungen statt Black Box: Jede und jeder hat das Recht zu verstehen, warum ein Antrag abgelehnt wurde – mit einer klaren, schriftlichen Begründung und der Möglichkeit, das Gutachten zu sehen und anzufechten.
  • Eine unabhängige Begutachtung: Die Stelle, die über Pflegegeld oder andere Leistungen entscheidet, darf nicht gleichzeitig diejenige sein, die das Geld dafür auszahlt. Es braucht ärztliche Begutachtungen, die wirklich unabhängig sind.

Folgende Organisationen tragen diese Kampagne mit:

Assistenz24 gemeinnützige GmbH, Autismus Network Austria, Brozek Power Consulting e.U., Bundesverband Selbsthilfe Österreich (BVSHOE), Caritas Österreich, ChronischKrank Österreich, crazy turn, Dachverband IDEE Austria – Interessenvereinigung der Erfahrungsexpert:innen für psychische Gesundheit, Diakonie gemeinnützige GmbH, Down-Syndrom Wien, Ehlers-Danlos Community Austria, Inklusion Österreich, Interessengemeinschaft pflegender Angehöriger, Lebenshilfe Österreich, Lichterkette, Lobby4kids – Kinderlobby, Österreichische Gesellschaft für ME/CFS, Österreichische Rheumaliga (ÖRL), Österreichische Vereinigung Morbus Bechterew, pro mente Austria, Pro Rare Austria Allianz für seltene Erkrankungen, Psychotherapeutischer Bereitschaftsdienst, Rheumalis, Selbsthilfe Lupus Austria, SLIÖ – Selbstbestimmt Leben Österreich, So und Anders … qualifiziert am Arbeitsmarkt, Urtikariaverband und WAG Assistenzgenossenschaft.

Mit Ihrer Unterschrift fordern Sie ein Begutachtungssystem, das Menschen respektiert und ihren Unterstützungsbedarf fair beurteilt. Für Menschen mit Behinderungen, chronischen Krankheiten und psychischen Erkrankungen und für ihre Angehörigen.

Unterschreiben Sie jetzt für ein würdevolles Begutachtungssystem und teilen Sie die Petition!

Gemeinsam gewachsen: 50 Jahre pro mente Austria

Am 21. Mai 2026 haben wir in Linz das 50 jährige Bestehen von pro mente Austria gefeiert. Gemeinsam mit Vertreter:innen unserer Mitgliedsorganisationen, langjährigen Wegbegleiter:innen sowie Gästen aus Politik, Verwaltung und dem psychosozialen Bereich haben wir auf fünf Jahrzehnte Engagement für psychische Gesundheit in Österreich zurückgeblickt.

Seit unserer Gründung vertreten wir die Interessen unserer Mitgliedsorganisationen und setzen uns für die Weiterentwicklung psychosozialer Angebote ein. Heute umfasst unser Netzwerk 26 Mitgliedsorganisationen mit rund 5.500 Mitarbeiter:innen. Gemeinsam begleiten und unterstützen wir Menschen in belastenden Lebenssituationen und schaffen Perspektiven für mehr Teilhabe, Selbstbestimmung und Lebensqualität. Hinter diesen Zahlen stehen unzählige Begegnungen, Gespräche und Momente, in denen Menschen nicht allein bleiben mussten.

Wir haben uns sehr gefreut, zahlreiche Ehrengäste bei unserer Veranstaltung anlässlich des Jubiläums begrüßen zu dürfen. Mit dabei waren Landeshauptmann Thomas Stelzer und die Linzer Vizebürgermeisterin Karin Leitner. Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundesministerin Korinna Schumann und Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig gratulierten uns mit Videobotschaften zum Jubiläum.

Die Festreden hielten unser Ehrenpräsident Prof. Dr. Werner Schöny und unser Präsident Priv.-Doz. Dr. Günter Klug. Grußworte erreichten uns außerdem von Oana Iusco vom DV IDEE Austria, Mental Health Europe, dem Österreichischen Behindertenrat sowie Mental Health First Aid Australia.

Neben dem feierlichen Rückblick stand vor allem der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Gemeinsam haben wir uns vernetzt, Erfahrungen geteilt und einen Blick auf die Herausforderungen und Chancen der kommenden Jahre geworfen.

Wir bedanken uns bei allen Mitgliedsorganisationen, Mitarbeiter:innen, Partner:innen und Unterstützer:innen, die diesen Weg seit fünf Jahrzehnten mit uns gehen und unsere Arbeit möglich machen. Gemeinsam werden wir uns auch in Zukunft für psychische Gesundheit in Österreich einsetzen.

Hier geht’s zur Presseaussendung.

Nachruf auf Erich Schmid

pro mente Austria gedenkt mit großem Respekt Erich Schmid, Vizepräsident des Österreichischen Behindertenrats.

Erich Schmid beeindruckte durch seinen außergewöhnlich breiten Bildungshintergrund, seine intellektuelle wie auch musische Begabung und seine ruhige, gelassene Art, mit der er seine Behinderung lebte. Sein feiner Humor und seine Geselligkeit prägten jede Begegnung mit ihm.

Viele Jahre setzte er sich als engagierter, kluger und humorvoller Aktivist für die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein. Sein Wirken bleibt unvergessen.

Es ist uns eine Ehre, ihn gekannt zu haben. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und Wegbegleiter:innen.

Mehr Informationen auf der Website des Österreichischen Behindertenrats: https://www.behindertenrat.at/aktuelles/news/zum-gedenken-an-erich-schmid/

Tag der psychischen Gesundheit – #MiteinanderBewegen für psychische Gesundheit

Bewegung ist viel mehr als nur eine körperliche Aktivität – sie ist ein Schlüssel zu unserer psychischen Gesundheit!

Zum diesjährigen Tag der psychischen Gesundheit haben wir gemeinsam mit unseren Mitgliedsorganisationen unter dem Motto #MiteinanderBewegen gezeigt, wie vielfältig Bewegung für die mentale Gesundheit aussehen kann.

Alle Informationen dazu gibt es hier.

Nachruf auf Roswitha Schachinger

pro mente Austria gedenkt mit großem Respekt Roswitha Schachinger, Vizepräsidentin des Österreichischen Behindertenrats.

Roswitha Schachinger hat sich über viele Jahre mit großem Engagement für die Rechte und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung eingesetzt. Sie war eine mutige, konsequente und warmherzige Kämpferin für das Recht auf persönliche Assistenz.

Es ist uns eine Ehre, sie gekannt zu haben. Unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen und Wegbegleiter:innen.

Mehr Informationen auf der Website des Österreichischen Behindertenrats: https://www.behindertenrat.at/aktuelles/news/in-liebevoller-erinnerung-an-roswitha-schachinger/

Psychiatrisches Krisentelefon Steiermark

Das aktuelle Ereignis in Graz kann belastend wirken und Gefühle wie Verunsicherung, Angst oder Sorge auslösen. In solchen Momenten ist es wichtig zu wissen, dass Unterstützung verfügbar ist und diese bei Bedarf anzunehmen! 

Das psychiatrische Krisentelefon für die Steiermark bietet rund um die Uhr kostenlose und anonyme Hilfe unter der Nummer 0800 44 99 33.

Die Hotline steht Menschen in psychischen Krisensituationen ebenso offen wie Angehörigen oder Bezugspersonen. Professionell, vertraulich und niederschwellig.

Weitere psychosoziale Krisendienste und Anlaufstellen in ganz Österreich: https://www.erstehilfefuerdieseele.at/unterstuetzung/

Spenden an pro mente Austria sind jetzt steuerlich absetzbar!

Wir bei pro mente Austria vertreten als Dachverband 26 Mitgliederorganisationen, die in ganz Österreich mit ihren 5.500 Mitarbeiter:innen Menschen mit psychischen oder psychosozialen Problemen versorgen.

Unser Ziel ist es, die Stellung von Menschen mit psychischen oder psychosozialen Problemen in der Gesellschaft zu verbessern und ihrem sozialen Umfeld beizustehen.

Deshalb freuen wir uns über jede Spende an:

pro mente Austria
IBAN: AT17 1860 0000 1700 2007
BIC: VKBLAT2L

Als Spendenorganisation sind wir verpflichtet, Spenden für die steuerliche Absetzbarkeit an das Finanzamt zu melden. Die von Ihnen geleisteten Beträge werden damit automatisch in Ihrer Veranlagung berücksichtigt und sind somit steuerlich absetzbar, wenn Sie uns in der Überweisung Ihren Vor- und Zunamen sowie Ihr Geburtsdatum bekannt geben.

Sie können aber auch gerne ohne Angabe dieser Daten spenden, dann erfolgt keine Meldung an das Finanzamt, die Spenden sind dann aber auch nicht steuerlich wirksam.

Wir verwenden die Spenden z.B. für:

  • Unsere Initiative “Erste Hilfe für die Seele”

  • Vernetzung, Lobbying, Entstigmatisierung, Öffentlichkeitsarbeit

  • Bereitstellung von kostenlosen
    Info-Materialien

Österreichischer Preis der Sozialpsychiatrie 2025

Der Dachverband pro mente Austria – Österreichischer Dachverband der Vereine und Gesellschaften für psychische und soziale Gesundheit – verleiht seit 2005 den Hans-Strotzka-Preis der Sozialpsychiatrie an Persönlichkeiten, die sich speziell um die Sozialpsychiatrie in Österreich verdient gemacht haben.
Ab dem Jahr 2020 wurde der Preis umbenannt in pro mente Austria – Österreichischer Preis der Sozialpsychiatrie. Der Preis wird abwechselnd in den Kategorien Lebenswerk und Innovationen verliehen.

Ausschreibung im Jahr 2025

Im Jahr 2025 erfolgt die Vergabe des Preises im Bereich Innovation. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine Jury, die vom Vorstand des Dachverbandes pro mente Austria gewählt wird.

Vorschläge für künftige Preisträger:innen können von in der sozial-psychiatrischen Versorgung tätigen Personen aus Österreich, Deutschland oder der Schweiz an die Jury (per E-Mail an office@promenteaustria.at) herangetragen werden. Die Vorschläge sollen mittels Einreichformular der Jury nahe gebracht werden. Im Unterschied zu anderen Preisen ist es nicht möglich, sich selbst um den Preis zu bewerben.

Einreichfrist ist der 14. März 2025

Mehr Informationen zur Vergabe und den Richtlinien finden Sie hier.

Copyright: ÖBR/Nicola Onome Sommer

pro mente Austria in der Kommission beim Bundesbehindertenbeirat

Am 10. Jänner 2025 fand die konstituierende Sitzung mit Vorsitz-Wahl der beim Bundesbehindertenbeirat eingerichteten Kommission statt. Wir gratulieren Eva Leutner, die stellvertretend für pro mente Austria Teil dieser Kommission ist!

Das Gremium wurde durch die Novelle des Bundesbehindertengesetzes 2024 ins Leben gerufen, um die Bundesregierung umfassender in behindertenpolitischen Fragen zu beraten.

Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern, hat sie die Möglichkeit, dem Bundesbehindertenbeirat Vorschläge in Bezug auf folgende Themen zu erstatten:

  • Veröffentlichung von Gutachten
  • Stellungnahmen
  • Empfehlungen

 

Folgende Personen gehören der Kommission an (Auflistung in alphabetischer Reihenfolge):

  • Mag. Bernhard Bruckner (Österreichischer Behindertenrat)
  • Petra Derler (IdEE Wien)
  • Assoz. Prof. Priv.-Doz. Mag. Dr. Elmar Wilhelm Fürst (Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs)
  • Oswald Föllerer (Selbstvertreter)
  • Franz Groschan (KOBV)
  • Mag. Helene Jarmer (Österreichischer Gehörlosenbund)
  • Hanna Kamrat (Lebenshilfe Österreich)
  • Rudolf Kravanja (ÖZIV)
  • Martin Ladstätter, MA (BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben)
  • Mag. Manuela Lanzinger (Österreichische Multiple Sklerose Gesellschaft)
  • Eva Leutner, MAS (pro mente austria)
  • Roswitha Schachinger (WAG Assistenzgenossenschaft)
  • Christina Schneyder, MSc (Dachverband berufliche Inklusion Austria)
  • Mag. Brigitte Slamanig (Österreichischer Schwerhörigenbund)
  • Klaus Widl (Club behinderter Menschen und ihrer Freunde)
  • Dr. Markus Wolf (Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich)

 

 

Bildrechte Copyright: ÖBR/Nicola Onome Sommer

Das war unser Kamingespräch

Das war unser Kamingespräch zum Thema “Situation der Versorgung von psychisch kranken Menschen in Österreich am 10.12.! Herzlichen Dank an NAbg Fiona Fiedler und Univ.Prof.Dr. Josef Smolle, dass sie sich die Zeit für eine spannende und interessante Podiumsdiskussion genommen haben!

Einig sind sich alle, dass es im Bereich der psychischen Erkrankungen und der Versorgung viel zu tun gibt für die kommende Regierung. Es freut uns, dass die Veranstaltung gemeinsam mit dem DV IDEE Austria und dem Verein Lichterkette organisiert wurde. Außerdem bedanken wir uns auch bei Mental Health Europe für die tolle Unterstützung. Wir alle werden die politischen Entwicklungen weiterhin gespannt verfolgen und uns für Verbesserungen im System einsetzen.

Alle Infos zum Gespräch: Einladung_Podiusmdiskussion_20241210_

 

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